Senior Expertin Gertrude Brindlmeyer über ihren Einsatz in Venezuela
Bei meiner Ankunft in Los Teques wurde ich mit Musik und Gesang empfangen-und diese Herzlichkeit prägte auch meine gesamte Einsatzdauer. Trotz des Altersunterschiedes und auch als Frau war ich vom ersten bis zum letzten Tag eine von ihnen.
Im Englischunterricht waren die Novizen mit großer Begeisterung dabei und wendeten ihre Englischkenntnisse auch gleich während des Essens und des gemeinsamen Geschirr Abwaschens an. Ich war bei ihren Ausflügen, Retreats und Festlichkeiten genau so dabei wie bei ihrer Stadtteilarbeit, was mir Einblicke in das Alltagsleben der Menschen dort ermöglichte. Weiters hatte ich Gelegenheit, meine Schüler, die am Liceo der Salesianer unterrichteten, zu begleiten und bei ihrem Unterricht anwesend zu sein.
Sehr schnell gewöhnte ich mich an die Verwendung der 2 Zahlungsmittel: mit dem lokalen Bolivar bezahlt man kleinere Beträge, z.B. in Obst- und Gemüsegeschäften, während für etwas größere Beträge aber auch in Restaurants der Dollar verwendet wird.
Güter des alltäglichen Bedarfs (Lebensmittel, Hygieneprodukte etc.) sind sehr teuer und für die lokale Bevölkerung fast unleistbar. Und manchmal auch kaum erhältlich. Auf der Suche nach Heftpflaster um Beispiel suchte ich 6 Apotheken auf, nur 2 davon hatte ein paar einzelne ganz kleine Pflaster.
Wirklich beeindruckt und überwältigt hat mich die Herzlichkeit und Offenheit, die mir vom 1. Tag an entgegengebracht wurde, sowohl von den Novizen als auch von den Padres und allen Mitarbeiter*innen, sowohl in Los Teques als auch in Caracas.




