Als Agraringenieur in die Tropen

Peter Tantius war mit dem Senior Experts Programm von Jugend Eine Welt im Sommer 2018 auf Einsatz in Sambia.

Die Anreise ist beschwerlich. Nach rund 14 Stunden Fahrt aus der 950 km entfernten Hauptstadt Lusaka erreichen wir endlich jene etwas abgelegene Region im Norden Sambias, wo, nahe am Luapula Fluss und an den Großen Afrikanische Seen das Don Bosco Agricultural Training Centre von Lufubu liegt. Die Salesianische Missionsstation mit Landwirtschaftscollege und mehreren tausend Hektaren Farm werde ich die kommenden Monate mit meiner Expertise als Tropischer Agraringenieur, Pädagoge und Betriebswirt begleiten. Meine berufliche Laufbahn führt mich nicht zum ersten Mal nach Afrika. In der Vergangenheit war ich bereits vier Jahre in Namibia als Lehrer und drei Jahre lang in Südafrika am Institut für subtropische Früchte tätig. Meine Kenntnisse der tropischen Landwirtschaft fallen hier auf fruchtbaren Boden. Ich kenne Flora und Fauna, weiß, was die Böden brauchen und welche Schädlinge es zu bekämpfen gilt.

Säen, um zu ernten.

Mein Arbeitsalltag ist ein bunter Mix aus Feldpraxis, Forschung und Lehre. Mal stehe ich zwischen hunderten Küken im Stall, dann tüftle ich an einem neuen Lehrplan für die Landwirtschaftsschule oder entnehme mit meinen Studentinnen und Studenten Bodenproben, um die optimalen Samen für unsere Äcker zu finden. An den Wochenenden erkunde ich die Dörfer der Region und unternehme Ausflüge zu den Großen Seen. Ein besonderes Erlebnis war das traditionelle Mutumboko-Fest, bei dem uns der König des Kazembe-Volkes in seinem Palast Audienz gewährte. 20.000 Menschen strömen in diesen Tagen in das kleine Dorf, wo die Zeremonie jährlich mit Tanz und Musik ausgetragen wird. Ein unvergessliches Ereignis.

Die Wochen ziehen rasch ins Land, doch als mein Freiwilligeneinsatz dem Ende zugeht, bin ich zuversichtlich: Mein Engagement wird Früchte tragen.